Reisemedizin und Impfungen

„Reisezeit ist die schönste Zeit des Jahres!“ 

Damit dies auch während und nach Ihrer Reise so bleibt, gibt es ein paar Dinge zu beachten… Nehmen Sie dafür Kontakt mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt auf oder kontaktieren Sie eines unserer Aerztezentren.

Impfungen

Je nach Reiseziel, Aufenthaltsdauer und individueller Reiseroute (Länder- und Regionsspezifische Impfempfehlungen, Hotel- oder Trekkingurlaub) sind zu den üblichen Grundimpfungen spezielle Impfungen notwendig wie Gelbfieber-, Tollwut-Impfung, etc.

Es ist ratsam mind. 1-2 Monate vor dem Abreisetermin einen Termin beim Arzt abzumachen, um ausreichend Zeit zu haben fehlende Impfungen nachholen zu können. Dabei sollten auch die Grundimpfungen wie Tetanus, Diphtherie, Masern u.a. kontrolliert werden, ob noch eine ausreichende Grundimmunisierung vorliegt. Ihr Impfbüchlein sollten Sie zu diesem Arzttermin nicht vergessen.

Reisekrankheiten

Malaria ist in vielen Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens verbreitet. Eine Impfung gegen Malaria gibt es zurzeit nicht, aber es gibt vorbeugende Arzneimittel und Notfallmedikamente. Wir informieren Sie gerne über die aktuelle Malariasituation in Ihrem Reiseland und beraten Sie, ob eine vorbeugende Massnahme empfehlenswert ist. Malariamücken stechen hauptsächlich nachts, so dass ein Moskitonetz am Bett oder Schutznetze an den Fenstern sowie das Einsprühen der Vorhänge und des Bettes mit Repelentien sowie andere Mückenschutzmassnahmen das Risiko stark reduzieren.

Neben Malaria gibt es noch zahlreiche weitere Infektionskrankheiten, die man bedenken sollte. Hierzu zählen HIV, Hepatitis A (Reise-Gelbsucht) sowie Hepatitis B und C, welche chronifizieren und bis zur Leberzirrhose fortschreiten können. Je nach Region sollte man noch Typhus, Gelbfieber, Poliomyelitis (Kinderlähmung) sowie Tollwut, Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung) und die japanische Encephalitis (sehr seltene, aber gefährliche Hirnentzündung), Cholera sowie Tuberkulose beachten.

Da heutzutage immer mehr Menschen Urlaub in extrem grosser Höhe (z.B. Himalaya, Anden, etc.) unternehmen, kommt die Höhenkrankheit auch weitaus häufiger vor. Glücklicherweise gibt es ein paar Tipps wie sie das Risiko eine Höhenkrankheit minimieren können und ein paar Verhaltensregeln, falls diese doch eintreten sollte. Wir verraten diese Ihnen sehr gerne.

Die häufigsten gesundheitlichen Probleme beim Reisen sind Magen-Darm-Beschwerden. Der gewöhnliche Reisedurchfall ist meist kurz und heftig und heilt spontan wieder ab.

Die Verhaltensregel „Peel it, wash it, cook it or forget it“ (Schäle es, wasche es, koche es oder vergiss es) hat immer noch ihre Gültigkeit. Bei andauernden Verdauungsbeschwerden nach einer Reise sollte man den Stuhl gezielt auf bestimmte Bakterien und Parasiten untersuchen. Wir beraten Sie gerne, wann und welche Medikation sinnvoll ist und wann diese nichts bringt und sogar schädlich sein kann.

Zudem beraten wir sie gerne, wie hoch ihr Thrombose-Risiko ist und ob eine Thromboseprophylaxe sinnvoll wäre.

Neben dem Sonnenbrand kommen im Urlaub leider auch Unfälle vor. Um schlimmere Unfallfolgen (z.B. beim Motorrad-Fahren) zu vermeiden, sollte man dieselben Sicherheitsmassnahmen einhalten wie hierzulande (z.B. Helm, lange Hose).

Reise-Apotheke

  • Sonnenschutzmittel: für Kinder Blocker mit hohem Sonnenschutzfaktor
  • Insektenschutz: z.B.Anti-Brumm forte o.a. DEET-haltige Repellents, Autan
  • Ggf Präservative
  • Eventuell Wasser- und Handdesinfektionsmittel
  • Erste Hilfe: Schnellverband, Steri-Strips, Gazebinden, sterile Kompressen, elastische Binde
  • Desinfektionsmittel, z.B. Betadine, Merfen
  • Wundsalbe, z.B. Betadine, Vita-Merfen
  • Schere, Pinzette
  • Fieber und Schmerzen:
    • Kinder: Paracetamol, Ibuprofen oder Voltaren in Zäpfchen-, Sirup- oder Tropfenform
    • Erwachsene: Paracetamol, Ibuprofen
  • Allergien:
    • Gegen Juckreiz, z.B.: Fenistil-Gel
    • Insektenstich-Allergie: Antiallergikum, z.B. Cetallerg, für Kinder Feniallerg
  • Nasenspray oder -gel, z.B. Nasivin, Triofan
  • Malaria-Medikamente (Prophylaxe oder Notfallmedikamente je nach Region)
  • Antibiotikum je nach Reisedauer und Gebiet
  • Erbrechen Motilium-lingual, Itinerol B6
  • Verstopfung: Duphalac, Importal, Movicol, Bulboid supp
  • Reisekrankheit: Cinnarazin, Trawell-Kaugummi, Itinerol-B6, Torecan
  • Höhenkrankheit: evtl. vorbeugend Diamox, in Reserve Cortison
  • Ausreichender Vorrat der Medikamente, die Sie auch zu Hause täglich nehmen müssen.

Autorin: Dr.med. Margarete Spakowski, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, ACAMED Dübendorf

Reisemedizin im Internet:
www.safetravel.ch
www.osir.ch

 

Facebookgoogle_pluslinkedinby feather
Kontakt
Arztpraxen in Dübendorf, Binz, Uster, Schwamendingen